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Kirche2go fragt: Was ist Beten?

  • Beitrags-Kategorie:Glaube

Kirche2go fragt: Was ist Beten? Diakon Tobias Heinz erklärt in Kirche2go zunächst einmal, was Jesus über das Beten gesagt hat: Beten ist wie bitten, wie suchen, wie finden. Er teilt aber auch seine ganz persönlichen Momenten, in denen er gebetet hat, was er dann dachte, an wen er dachte und was er gefühlt hat. Er spricht über heilige Momente. Beten ist für ihn Alltag, „so sehr Alltag, dass es wie joggen ist. Ich renne einfach los, kriege den Kopf frei und konzentriere mich auf nichts außer auf meinen nächsten Schritte und meinen Atem.“ Was das alles mit dem Trinken eines Capuccinos oder Kölschs zu tun hat, erfahren Sie in dieser Folge von „Kirche2go“.

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Der gesamte Text zum Nachlesen:

Jesus wollte seine Jüngerinnen und Jüngern erklären, wie die Sache mit dem Beten funktioniert. Und dann hat er gesagt: „Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopft an, so wird euch aufgetan“. Er redet halt gern in Bildern und Gleichnissen. Beten ist demnach wie bitten, wie suchen, wie finden, wie klopfen. Ich würde jetzt andere Sachen auswählen, um das Beten zu erklären. Vor genau drei Wochen war ich am Meer und ich hab da einfach nur gesessen und auf die Wellen geguckt und gedacht: „Danke, dass ich hier sein darf, danke, dass ich lebe.“ Beten ist für mich etwas ganz ganz Alltägliches. Beten ist wie in die Stadt gehen, da wo das Leben gerade wieder explodiert. Da sitze ich, trinke Cappuccino oder mein Kölsch und beobachte einfach nur die Menschen: die Frau mit Kinderwagen, den Obdachlosen, der Flaschen sammelt, die alte Frau mit Rollator. Und mein Hingucken wird zur Fürbitte. Und beten ist für mich hinhören – auf die Worte eines Freundes und auf seinen Ratschlag. Und beten ist für mich still sein, in den heiligen Momenten, und ich glaube, wir checken alle, wenn wir den heiligen Moment erleben. Beten ist für mich so sehr Alltag, dass es wie joggen ist. Ich renne einfach los, kriege den Kopf frei und konzentriere mich auf nichts außer auf meinen nächsten Schritte und meinen Atem. Und Beten ist für mich wie einschlafen. Ich lasse meine ganzen wirren Gedanken mal sein, denke an nichts und gehe hinüber ins Land der Träume. Deswegen würde ich empfehlen: Lasst uns mehr beten, mehr nur dasitzen, mehr beobachten, mehr bei unseren Lieben sein, still sein in den heiligen Momenten und gut einschlafen.

 

Text: Frauke Komander
Foto(s): APK

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